Fachtagung: Improvisationsdidaktik an Musikhochschulen
Vom 21. – 23. Februar 2018 in Hannover

Die Betatigungsfelder professioneller lehrender MusikerInnen haben sich gewandelt. Neben dem Training von Virtuosität und der Vermittlung von musikalischer Hochkultur sind soziokulturelle Aufgaben und neue Formen des Instrumentalen Gruppenunterrichts in den Fokus gerückt. Somit sind auch an die Hochschulausbildung neue Anforderungen gestellt, um die angehenden Profi-MusikerInnen vielseitig auszubilden.

Ein wichtiges Ausbildungs-Element ist die freie Improvisation. Hier entwickeln die Studierenden spontane individuelle Ausdrucksformen und erlernen die Handhabe von Werkzeugen zur Gestaltung von Musik in Echtzeit. Dies fuhrt zu einem tiefen Verständnis von kreativen Prozessen sowie dem Erkennen der persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Mit diesen Fertigkeiten ausgestattet haben die Studierenden ein gutes Rüstzeug, um neuen Aufgaben in der musikalischen Arbeit (sowohl kunstlerisch als auch padagogisch) zu begegnen.

Nur gibt es in der Lehre von Improvisation an deutschsprachigen Hochschulen bisher kaum Austausch über Methoden und Ansätze. Viele improvisationserfahrene MusikerInnen entwickeln ihre Lehrformate im Alleingang aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen und wissen wenig über die didaktischen Formate an anderen Hochschulen. Dies ist umso bedauerlicher, als es mehrere Hochschulen gibt – insbesondere in Österreich und der Schweiz, aber auch in Leipzig – die Improvisation als Studiengang bzw. Fachbereich eingerichtet haben und daher über Erfahrungen verfügen, die für andere Hochschulen sehr wertvoll sein können. In dieser Konferenz möchten wir einen ersten Austausch – sowohl praktisch als auch theoretisch – anregen.

 

Das detaillierte Tagungsprogramm können Sie unter

http://impro-ring.de/improvisationsdidaktik-an-musikhochschulen/

einsehen.